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Riders > Jonaven Moore

Jonaven Moore

Bewertung: 5.2     Deine Bewertung
Land: USA
Geburtsort: Colorado
Wohnort: Banff, Alberta
Sponsoren: Burton, MotorTech Ent.

Jonaven Moore ist dieses Jahr zum ersten Mal international aufgefallen, mit einem unglaublich krassen Double-Cliff im Treetop-Video "Second Wind". Obwohl er erst 20 Jahre alt ist, hat er schon verdammt viel Erfahrung im extremen Terrain der kanadischen Rockies gesammelt und gilt als eines der grössten Freeride-Talente derzeit.
Jonaven fährt für Burton und MotorTech Ent. Sein grösster Erfolg: "...die High School abgeschlossen zu haben, obwohl ich in den Rockies aufgewachsen bin".

"Nichts bedeutet mir mehr, als mit so einem kompetenten Kumpel Zeit im Gebirge zu verbringen. Er hat so viel jugendliche Energie und ist ein kreativer Snowboarder. Das, was wir in den Bergen machen, ist unmöglich ohne einen zuverlässigen Partner und das ist Jonaven. Ich bin stolz, ihn als meinen Freund bezeichnen zu können." Kyle M. Wolochatiuk, Freeride-Photograph und einer Jonavens bester Freunde.

Deine Meinung über Jonaven Moore

jonaven moore!!!!:) von gigiruf am 26. Mär 2003, 19:29

Mehr Meinungen

Interview mit Jonaven Moore

Wie kam es, dass du zu einem so guten Big-Mountain-Rider geworden bist?
Da ich in Banff aufgewachsen bin, habe ich viel Zeit in den Bergen verbracht, beim Klettern, Bergsteigen und Snowboarden. Meine Mutter geht viele Skitouren, und mein Stiefvater ist Bergführer. Die beiden haben mich viel ins Backcountry mitgenommen. Daraus hat sich alles entwickelt.

Wann hast Du deinen ersten Heli-Trip gemacht?
Oh, ich hab schon so viele Trips gemacht, bei denen uns ein Helikopter irgendwo an einer Hütte abgesetzt hat. Ich war zum Beispiel mit meinem Stiefvater bei seinem Bergführer-Training dabei, auch dort waren wir viel mit dem Heli unterwegs. Ausserdem sind Single-Drops auf irgendwelche nahe gelegenen Berge billig, ich mache das sehr oft. Meinen ersten richtig extremen Heli-Trip hab ich erst letztes Jahr in Bute Inlet mit Standard Films gemacht.

Hast du ein eigenes Snowmobile?
Ja, Sleds sind ein großer Bestandteil meines Winters. Ich hab mein erstes vor drei Jahren gekauft, ein Summit 583. Dann hatte ich ein SummitX 670, und jetzt habe ich aufgerüstet und bezahle ein SummitX 800 ab.

Hast du manchmal Angst beim Snowboarden?
Angst, beim Snowboarden? Ich fühle mich auf meinem Snowboard wohler als zu Fuß! Natürlich hatte ich auch schon oft Angst, aber dafür machen wir das ja, oder? Für den Rausch, wenn man die Angst überwindet. Ich versuche ausserdem viel zu surfen. Da habe ich mal richtig Angst, Wasser hat so viel Kraft...

Im Vergleich zu vielen anderen Big-Mountain-Fahrern bist du noch recht jung...
...aber deshalb fahre ich keine riskanten Lines. Ich bin, denke ich, erfahrener als die meisten anderen, wenn es darum geht, alpine Gefahren richtig einzuschätzen. Ich bin mit beeindruckenden Leuten in den Bergen aufgewachsen, die mir von Anfang an eingetrichtert haben, wie man Risiken minimiert.

Bezeichnest du dich selbst als Big-Mountain-Rider?
Nein, ich will mich in keine Schublade stecken lassen. Ich mag nicht mal diese Trennung zwischen Snowboardern und Skifahrern. Wir fahren alle auf den selben Bergen, oder? Wenn überhaupt, würde ich mich als Allrounder bezeichen. Ich versuche, mich zu allem ein bißchen dazuzuzählen.

Wie würdest du dein Riding beschreiben?
"Variety is the Spice of Life". Das trifft auf Whistler besonders zu. Wenn ich nur Big Mountain fahren würde, würde ich so viel verpassen. Hier kannst du in einem Run Cliffs, Powder, Kicker, Pipe und Rails fahren. Das macht Spass.

Wer beeinflusst dich?
All die Leute aus meinem Umfeld. Ich bewundere den Mut von Big-Wave-Surfern. Ich habe auch viele Freunde, die schon gestorben sind. Sie beeinflussen mich ich denke beim Fahren oft an sie.

Ist Freeriden für dich einfach nur Spaß...
..nein! Es ist definitiv mehr. Freeriden fordert dich mental, man muss blitzschnell Entscheidungen mit unter Umständen schwerwiegenden Konsequenzen treffen.

Hast du dich selbst schon überfordert?
Ich formuliere es lieber so: Ich weite die Grenzen meiner Möglichkeiten aus.

Hast du schon einen Pro-Freeride-Vertrag?
Ja, ich gehöre zu den Glücklichen, die mit Snowboarden ihren Lebensunterhalt bestreiten. Aber man muss es auch mal anders sehen: Wir riskieren mehr als die meisten anderen, und irgendwie verdienen Leute wie Golf-Profis immer noch wesentlich mehr als wir.

Wie sieht ein durchschnittlicher Tag im Leben des Jonaven Moore aus?
Es gibt keinen "durchschnittlichen" Tag. In meinem Leben passiert zu viel...

Glaubst du, dass die Videos und Zeitschriften, indem sie extremes Snowboarden abbilden, die Leute dazu verführen, leichtsinnig Risiken einzugehen?
Es sind vor allem Snowboarder, die andere Snowboarder pushen. Ich bin am motiviertesten, wenn ich mit den Jungs draussen bin. Wenn du nur mit deinem angelesenen Mut da raus gehst, stehen die Chancen gut, dass du nicht heil wieder kommst.

Mit wem bist du unterwegs?
Ich fahre unter anderem viel mit Jon Cartwright, Dave Basterrechea, Kyle Wolochatiuk, Shandy Campos, Tyson Carmody, den Huffman Brüdern und David Carrier-Porcheron.

Was bedeutet Erfolg für dich?
Erfolgreich bist du, wenn du etwas machst, woran du Spaß hast. Sobald du etwas machst, das dich glücklich macht, ist das schon ein Erfolg. Wenn dein Leben eintönig und langweilig wird, dann ist es an der Zeit, sich nach etwas Neuem umzusehen.

Was sind deine Ziele?
Beim Snowboarden habe ich das ziemlich genau definiert: Ich will Freestyle-Snowboarden ins Big-Mountain-Terrain bringen. Ausserdem will ich mich mehr dem Surfen widmen. Und ich würde gerne mal wieder in die Schule gehen, um mich weiterzubilden.

An welchen Tag in deinem Leben erinnerst du dich gerne?
Letztes Jahr mit Dave Basterrechea und Jon Cartwright beim Snowmobilen. Das war irgendwie surreal. Ich habe an diesem Tag viele Ängste überwunden.

Und welchen würdest du am liebsten vergessen?
Als meine damalige Freundin in der achten Klasse mit mir Schluss gemacht hat.

Was war die bescheuertste Sache, die du je gemacht hast?
Hm... In meiner eigenen Kotze aufzuwachen, nach einem heftigen Besäufnis in der Highschool. Das passiert mir, glaube ich, nicht nochmal.

Worauf bist du stolz?
Auf meine Mutter. Sie hat ihr Leben beeindruckend im Griff, sie hat mich und meinen kleinen Bruder aufgezogen und uns immer beigebracht, dass das Leben nicht nur aus Nehmen, sondern auch aus Geben besteht. Jeder profitiert von der Natur, zum Beispiel, und es ist unsere Aufgabe, die Umwelt zu schützen. Die Natur ist viel zu schön, um sie zu vergeuden. Ich finde Umweltverschmutzung, auch im kleinen Maßstab, einfach widerlich.

Letzte Frage, wo kommt der ungewöhnlichen Name "Jonaven" her?
Das war eine Idee meiner Eltern. Sie waren ein bißchen kreativ und liessen aus den Namen "John" und dem zweiten Vornamen meines Vaters, "Haven", einfach die "H"s weg. Jonaven. Ich mag den Namen, weil ich bis jetzt noch niemanden getroffen habe, der genau so heißt. Ich möchte noch meinen Freunden danken, denen die hier sind, und denen, die im Jenseits warten. Ausserdem meiner Familie für alles, meinen Sponsoren für ihr Unterstützung und Todd, der mir sowohl in der Reha als auch bei der Verletzungsprävention sehr geholfen hat. www.healthfitnessholidays.com.


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