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Thomas Wanner

Bewertung: 5.4     Deine Bewertung
Land: Österreich
Geburtstag: 28.05.1981
Geburtsort: Innsbruck
Wohnort: Leutasch
Sponsoren: Burton Snowboards, Oakley und Gravis.

Vielleicht habt ihr irgendwann schon einmal den Begriff -Wato- gehört oder gelesen. Dabei handelt es sich weder um eine fernöstliche Methode zur Selbstfindung, noch um einen asiatischen Energieriegel. Das Kürzel steht für Wanner Thomas, und das wiederum steht für einen der besten Nachwuchssnowboarder Österreichs. Thomas wurde am 28.05.1981 in Innsbruck geboren und ist in Seefeld/Tirol groß geworden. Er steht seit 1994 auf dem Snowboard, und das inzwischen so sicher, dass er beim Air&Style 2000 erstmals an der Corner Challenge teilnehmen durfte. Was soll man über Thommy sagen? Er strahlt Ruhe aus, ist freundlich, fährt sehr gut Snowboard, ist clever, lustig, engagiert...
In Seefeld sagen sie wahrscheinlich: " Da Dommy isch a supper Düpp!" Und damit haben sie verdammt recht.

Deine Meinung über Thomas Wanner

Phe.. Ruhig und gelassen soll'er sein? Naja!.. von phr34k am 1. Mai 2007, 18:56
Da Tom isch supa! von Snowboarder1200 am 24. Feb 2003, 11:59
kaunertal von Kaunertal Sista am 14. Mai 2002, 15:42

Mehr Meinungen

Interview mit Thomas Wanner

Tommy, wie bist du zum Snowboarden gekommen?
Ich bin bis zu meinem 13. Lebensjahr Skispringer aus Leidenschaft gewesen. Das war immer recht funny, aber zum Schluss ganz einfach zu uncool. Da gab es schon recht viele in meinem Alter, die mit dem Boarden angefangen haben, und ein Jahr drauf hat mir das Christkind dann ein eigenes Board gebracht. Angefangen hab ich damals auf meinem Hausberg Rosshütte mit der halben Klasse meines Jahrgangs. Wir waren da so eine richtige Gang von 20 Jungs und Mädels. Ich war dann aber leider der einzige, der angefangen hat Contests zu fahren und in den ganzen Zirkus eingestiegen ist.

Geht es beim Snowboarden darum, cool zu sein?
Im Gegensatz zu anderen Sportarten spielt die Show sicher eine entscheidende Rolle. Wie zum Beispiel beim Trevor Andrew. Vor zwei Jahren hat ihn noch jeder ausgelacht, als er mit seinen Headphones bei den US Open aufgetaucht ist, aber mittlerweile ist daraus ein richtiger Trend geworden.

Welche Leute waren deine großen Vorbilder als du angefangen hast zu Snowboarden?
Am meisten beeindruckt hat mich damals sicher Terje mit diesem Cab 540 über die Felsen im TB4-Video. Jim Rippey hat dann einen Backflip runtergezogen, dass war auch ein absolutes Highlight.

Und heute?
Momentan sind meine persönlichen Favoriten Dave Downing und Ingemar Backman. Beide haben wesentlich dazu beigetragen, Snowboarden zu dem zu machen , was es heute ist. Den Dave Downing hab ich heuer in Livigno kennengelernt und den Ingemar Backman beim Air & Style. Er hat es geschafft, nach seiner schweren Knöchelverletzung wieder Fuß zu fassen und den Air & Style ein zweites Mal zu gewinnen. Dafür respektiere ich ihn.

Was ist das für ein Gefühl, auf einmal vor seinen Idolen zu stehen und mit ihnen Snowboarden zu gehen?
Am Anfang fühlt man sich natürlich total unsicher und versucht halt möglichst cool damit umzugehen. Später merkt man, dass jeder seine Eigenheiten hat. Die Medien schaffen sich ihre Superstars, aber wenn du dann mal neben einem stehst, und er auch nur in Baggypants und durchgelatschten Skateschuhen herumläuft, dann weißt du, dass er auch nur ein Mensch ist.

Was machst du wenn das Wetter schlecht ist oder kein Schnee liegt?
Dann schwimm ich meistens ein paar Runden, geh in die Sauna oder mach ganz einfach die Sachen, die sonst auf der Strecke bleiben, wie Wohnung aufräumen, oder mich um meine Katze kümmern.

Du hast ja auch den Park in Leutsch initiert. Wie kam es dazu?
Ich bin im Herbst von zu Hause in Seefeld ausgezogen und nach Leutasch gegangen, um eine Weile allein zu sein und meine eigenen Erfahrungen zu machen. Dabei bin ich dann irgendwie auf die Funparkidee gekommen und hab angefangen Konzepte zu entwerfen. Die haben dem Besitzer gut gefallen und so ist das Ganze entstanden. Mittlerweile läuft's schon recht gut, aber wie alle anderen Resorts können auch die Leutascher keinen Schnee herbeizaubern.

Könntest du dir vorstellen, ganz aus der Seefelder Ecke weg zu ziehen, um in einem "besseren" Gebiet fahren zu gehen, wo übers Jahr mehr Schnee fällt?
Hättest du mir diese Frage im Herbst gestellt, wäre meine Antwort sicher negativ ausgefallen. Nach diesem Winter aber hab ich mir vorgenommen, nächste Saison mehr zu traveln und nicht mehr auf den Schnee zu warten!!

Stichwort "traveln": Warum benutzt ihr Österreicher so viele englische Wörter?
Viele Wörter sind im Englischen einfach treffender als im Deutschen und dadurch, dass man viel Kontakt zu anderen Nationen hat und Englisch spricht, gewöhnt man es sich auch an.

Yo Dope! Was möchtest du auf dem Snowboard erreichen?
Im Moment drängen so viele junge Snowboarder nach und überall hört man von neuen Superstars und Rookies. Darum denke ich, dass man mehr tun muss, als nur gut snowboarden zu können. Jedes Jahr werden so viele junge Talente entdeckt und wieder vergessen... Diejenigen, die über Jahre hinweg ihr Ding durchziehen und im Sport was bewegen sind die Leute, an die man sich dann erinnert. Auf jeden Fall möchte ich viel unterwegs sein und in jedem Terrain fahren können, denn das ist es, was Freestyle eigentlich ausmacht.

Wie unterstützen dich deine Eltern dabei?
Ich habe von Zuhause immer jegliche Unterstützung bekommen, und wenn es mal nicht so gut läuft, hilft mir mein Dad eigentlich immer aus der Tinte. Der hat 1976 an den olympischen Winterspielen in Innsbruck teilgenommen und ist im Skispringen Siebter geworden. Da kann er sich natürlich super in mich hineinversetzten, weil er selber alle Höhen und Tiefen im Skisport mitgemacht hat und in manchen Beziehungen um einiges schlauer ist als ich. Mein kleiner Bruder steht inzwischen auch auf dem Snowboard und gibt Vollgas.

Was hast du die letzten 19 Jahre lang alles gemacht?
Die letzten fünf Jahre hab ich in einer Schule für Nachrichtentechnik geschwitzt und meine Matura gemacht. Die Schule wollt ich ungefähr jedes Jahr schmeißen und jetzt bin ich froh, dass ich es nicht getan hab. Schuld daran waren meine Eltern und Freunde, die es mir immer wieder ausgeredet haben.

Hast du im Moment eine Freundin?
Leider nein! Im Moment würde eine Beziehung nicht viel Sinn machen- demnächst bin ich beim Militär und dann hab ich sowieso keine Zeit mehr dafür.

Und Groupies?
Da bin ich, glaub ich, eher altmodisch und kratz gleich die Kurve. Wenn ich ein Mädchen treffe, rück ich meistens erst später mit der Sprache heraus. Nur so kannst du einen Menschen wirklich kennenlernen.


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