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Schwabing-Freimann, 2.Oktober, Vorabend unseres allseits geschätzten und sich selbstredend als Ausnüchterungstag anbietenden Wiedervereinigungsfeiertages: Voller Erwartungen auf ein schepperndes Premierenfest schieben sich Menschenmassen, die man sonst zu dieser Jahreszeit nur auf der Wiesn vermuten könnte, in Richtung Kesselhaus. Tatsächlich finden sich zwischen den Bommelmützenträgern in der Eingangsschlange ein paar schwankende Trachtenbesitzer, deren Abendgestaltung auf dem Motto "Erst Wiesn, dann Isen" basiert. Der Großteil des bunten Sauhaufens scheint aber gespannt der "Teenage love Graffiti"-Premiere zu harren und wärmt sich erstmal zu wummdernden Elektrosounds auf dem einen Floor beziehungsweise klassischem Mixed-Alternative-Indy der Londoner DJs auf dem anderen auf. Es wird voller und voller, die Schlange am Eingang reißt bis Mitternacht nicht ab. Kurz nach Mitternacht werden die wartenden Massen endlich mit dem neuen Isen-Streifen belohnt, neben dem appetitlichen Soundtrack ertönen immer wieder verzückte "aaaaaahhhs" und "ooooooohhhs", die Isener haben mal wieder nicht zu viel versprochen. Donnernder Applaus dröhnt durch die Halle, der schließlich wieder von wuchtigen Bässen verschluckt wird, die sofort die Massen elektrisieren. Ein paar Augenblicke und Whisky-Colas später folgen wilde Luftgitarreneinlagen gepaart mit hormonüberladenen Balzgebärden, der Kessel kocht, während sich draußen schon die ersten Opfer entleeren. Die Location hingegen leert sich noch lange nicht, es wird gewohnt heftig bis zum Morgengrauen gerockt. Fazit: Eine Isen-Premiere ist eine Isen-Premiere ist eine Isen-Premiere. Hier ein paar Impressionen, vor allem für diejenigen, die noch mit Gedächtnislücken zu kämpfen haben.

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