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Interview mit Elias Elhardt

von Mugl, 23. Jan 2010

Bewertung: 7.6     Deine Bewertung
Elias Elhardt (Foto: Hansi Herbig)

Bis vor kurzem wusste Elias Elhardt gar nicht, dass sein Name auf der Liste für den besten Snowboarder des Jahres, eine Auszeichnung, die von der Deutschen Action Sport Gemeinschaft vergeben wird, stand. Bis er erfuhr, dass er diesen Titel für seine herausragende Leistung 2009 gewonnen hat. Somit tritt er in die Fußstapfen von David Benedek, der die Trophäe letztes Jahr in den Händen hielt. Der junge Allgäuer schaffte es im vergangenen Jahr unter andrem, den Closer-Part in Pirates "Jolly Roger" zu bekommen und gewann im Oktober die Crossover-Session beim Freestyle.Berlin und einen Monat später den Horsefeathers Pleasure Jam 2009. Elias erste Reaktion auf die Preisverleihung: "Ich bin froh und dankbar, so große Zustimmung von der Snowboard-Community zu erfahren. Diesen Preis nach David Benedek zu erhalten ist ein Kompliment und bedeutet mir sehr viel.

Pleasure Jam 2009 - Elias Elhardt, Frontside 3 (Foto: Rudi Wyhlidal)

Name: Elias Elhardt
Alter: 21
Wohnort: Oberstaufen (Allgäu)
Set-Up: Jacke und Hose - Rip Curl "Lumber Jkt"; Board - Nitro "T1" 157; Bindung - Raiden "Machine"; Google - Rip Curl; Boots - Deeluxe "Empire"; Helmet - TSG "Fly"; Handschuhe und Rucksack - Dakine
Sponsoren: Rip Curl, Nitro, TSG Protection, Dakine, 5ive Skateshop

Du hattest den Closer-Part in Pirates "Jolly Roger" und auch einen Part in Rip Curls "Welcome Home". Wie war das für dich, gleich mit zwei so großen Produktionen zum Filmen loszuziehen?
Es war dieses Jahr meine erste Filmerfahrung. Dann gleich zwei große Produktionen und beide haben auf 16mm gefilmt... Das war natürlich ein Sprung ins kalte Wasser. Es war aber auch die Verwirklichug eines Traums, einmal filmen zu gehen. Dadurch hatte ich die Möglichkeit das Snowboarden so zu zeigen, wie es für mich am schönsten ist. "Spielen" im Backcountry. Es war cool, mit den Crews bei atemberaubender Landschaft im Tiefschnee unterwegs zu sein. Ich hab´ aber auch realisiert, dass das Filmen nicht immer nur das Gelbe vom Ei ist. Zum Beispiel kommt man gar nicht so viel zum Powdern, wie man meint. Die meiste Zeit hiked man durch tiefen Schnee, sucht Spots oder baut Kicker. Trotzdem, alles in allem hat´s mir ziemlich getaugt und ich freu mich schon dieses Saison wieder mit den Pirates, Rip Curl und Nitro Filmen zu gehen.

Das ist aber noch nicht alles: 09/10 hast du die Crossover-Session beim Freestyle.Berlin und den Pleasure Jam 2009 gewonnen, bist beim Air & Style 09/II mitgefahren, hast während der Pipe-Competition beim O´Neill Evolution 2010 9er gelernt und hast obendrauf auch noch den Action Sports Award 2009 'Snowboard' gewonnen. Wie geht´s bei dir jetzt weiter? Mehr filmen oder lieber Contests fahren?
Im Moment bin ich in Frankreich und bin hier gerade bei meinem ersten Filmtrip der Saison. Für den nächsten Monat - bis Ende Februar - möchte ich ausschließlich filmen. Ende Februar veranstalte ich dann mit meinem guten Freund Friedl eine große Kickersession mit dem Namen "Friends Invitational". Danach stehen wieder einige Contests wie die Arctic Challenge oder die US Open an. Wenn das alles geschafft ist, freu ich mich aufs Filmen für den rest der Saison.

Elias Elhardt, Backside Air (Foto: Matt Georges)

Traveln oder "Home sweet Home"?
Im Moment eher Traveln, da mein derzeitiger Lifestyle mit dem Snowboarden das mit sich bringt. Außerdem gefällt´s mir unterwegs zu sein und viele neue Eindrücke zu gewinnen.

Auf welchen Trip wartest du noch? Oder hast du schon alles gemacht, was du machen wolltest?
Natürlich gibt´s noch viele Orte auf der Welt, die ich noch gerne kennen lernen möchte. Ein Traum wäre zum Beispiel nach Alaska zu fliegen. Mal schauen ob´s irgendwann klappt...

"Must-have-Trick" Doublecork: Du stellst den mittlerweile auch on-lock an jeden Kicker. Nach Kevin Pearces Slam in der Pipe haben viele Leute für Olympia gefordert, diesen Trick auf den Index zu setzen. Meinst du, die Progression im Snowboarden ist mittlerweile so weit fortgeschrittten, dass man sich ernsthaft Gedanken machen muss, bestimmte Tricks zu verbieten? Das wäre so, als würde man in der Formel 1 ein Tempolimit verhängen.
Hehe... der Vergleich passt ganz gut. Ich bin grundsätzlich skeptisch bezüglich jeder Art von Vorschriften im Snowboarden. Denn das, was unsern Sport letztendlich wirklich ausmacht, ist die Freiheit. Freiheit in jeglicher Hinsicht... auch bei der Trickwahl.

Wie glaubst du wird das Level in 2 bis 3 Jahren sein?
Ohne 1440 Triplecorks wird es wohl keiner mehr ins Finale der "Wir schanzen Tournee" schaffen.

Last words?
Mach dir keine allzu großen Sorgen wegen deinem Equipment oder deinen Klamotten. Geh´ einfach raus und genieße deine Zeit auf dem Snowboard. Das allein ist es letztendlich, worauf es ankommt! Falls dir gute Ausrüstung trotzdem sehr wichtig ist, ist wohl die beste Entscheidung Rip-Curl-Clothing, ein Nitro-Board und Deeluxe-Boots... hehe.

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