Pleasure Spring Session 20094. Mai 2009 Danke an die Jungs von Twoleftfeet für ihr Pleasure Spring Session Video! Danke Conny und Julia für euer Video! European Snowboardrealms episode 1; Danke an Sebi Müller Danke an GoodQuestionSupplies für ihren PSS 09 Clip. Wenn sich schon im Vorfeld das gesamte International-Team von Oakley und Flow ankündigt, muss an den Gerüchten, eines der entspanntesten aber dennoch anspruchsvollsten Spring-Camps der Alpen zu sein, ein Fünkchen Wahrheit dran sein. Bevor man sich aber in die Fänge der Pleasure Spring Session begab stand erst noch eine vermeintlich entspannte Autofahrt auf dem Programm. Zwei Reisetaschen, sechs Snowboards, drei paar Boots, Bindungen, Rucksäcke und eine Ladung Magazine wollten ebenso wie der Fahrer plus Beifahrer über die Schweizer Grenze und weiter bis tief ins graubündner Herz. Zum Beladen standen rund 2,5 Quadratmeter zur Verfügung. Dementsprechend schwerfällig hievte uns das schnaufende Etwas in dem wir saßen nach Laax hinauf. Der Dienstagabend (ja, wer klug war reiste schon einen Tag früher an) ging relativ unspektakulär zu Ende. Lediglich ein paar auf den Contest am Freitag einstimmende GuitarHero-Sessions und das obligatorische Begrüßungs-Bier standen auf dem Programm.
Alex Tank mal weit weg von Rails zu sehen hat Seltenheitswert. Crail. (Foto: Said Burg)
Brandon Reis. Sein Engagement am Stair-Set brachte ihm letztendlich rund 8 Dosen ein. Prost! (Foto: Said Burg)
Nun aber zum eigentlichen Grund des Kommens. Während der Großteil schon einige Zeit auf viel zu harten Autositzen verbrachte und ihre Ankunft in Laax noch Stunden entfernt lag, konnte man in den eigenen Reihen nach dem ausgiebigen Frühstück die ersten Runs des Tages runter bringen. Der Park zeigte sich, wie jedes Jahr, von seiner besten Seite. Insgesamt standen ganze drei Parks zur Verfügung, die sich von klein über mittel bis groß zwischen dem Crap Sogn Gion und dem Plaun an den Berg schmiegten. Selbst an Eero Ettala, Niki Korpela, Scotty Lago, Antti Autti und andere Größen hatte man mit einem Photo-Kicker neben dem Plaun-Sessellift gedacht. Einen Wermutstropfen musste man dafür jedoch hinnehmen: Der obere Teil des Plaun-Parks, also das gesamte Kicker-Areal, musste für dieses Feature platt gemacht bzw. gesperrt werden. Mit dem Trostpflaster, einen Park bis fast an den Sessellift runter bekommen zu haben, war man trotzdem gut bedient. Zur Freude aller lies sich am Mittwoch auch die Sonne nicht lange bitten vorbeizuschauen und verbreitete Hoffnung, trotz der angekündigten Mischmasch-Wetterverhältnisse die letzten Shreds der Saison mit ausreichend Zwischeneinlagen ihrerseits versüsst zu bekommen. Mittlerweile hatten es auch die Nachzügler hoch zum "Crap" geschafft. Bevor sich aber am Nachmittag die Sonne verzog, steuerte man allmählich Richtung Talstation und schmiss rechtzeitig am Restaurant Piazza den Anker, um mit den Freunden, Kollegen und Bekannten ein erstes Bier im Abendrot zu genießen. So muss ein Tag aussehen.
Sebi Müller hat dermaßen lange Arme, dass es sich sogar für ein Cannonball ausgeht. (Foto: Said Burg)
Der Donnerstag stand dem Mittwoch, mal abgesehen vom Wetter, in nichts nach. Ein klassischer (wolkenverhangener) Frühlingstag mit Slush, im No Name Café Hängen und natürlich Shredden. Lediglich die Abendplanung sah einen Besuch im Riders Palace zur Pleasure Spring Session Opening Party vor, welche dem einen oder anderen noch bis zum späten Freitagmittag in den Knochen stecken sollte. Wer bis zu diesem Tag noch nicht in den Genuss der Talabfahrt kam, war spätestens jetzt dazu übergegangen, die Techno-Beats aus seinem MP3-Player hervorzukramen und zum Downhill anzusetzen. Selten brannten einem die Oberschenkel so sehr. Und trotz dieses intensiven Schmerzes wollte man unter keinen Umständen anhalten und pausieren. Nach einem kurzen Stop´n´go an der Crap-Bar stand auch schon das Stair-Set, zwischen der Berg-Kulisse im Hintergrund und den Blöcken des Rock Resorts vorne, zum Auseinandernehmen bereit. Pleasure lud zum Jibben. Und dafür gab´s, den Umständen angepasst, Preise in Form von Bier... Tricks for Beer Session. Nach erst spärlicher Teilnahme kamen nach und nach immer mehr und holten sich ihre Ration Calanda ab. Im Speziellen war es Brandon Reis, der mit seiner Flow-Latte so viel Bier einfuhr, dass er das ganze Flow-Team zum Vorglühen einladen konnte. Da half auch International Teammanager Andrew Mutty gerne mit, das eingefahrene Gut zu verwalten.
Unzertrennlich Teil 1: Silli Mittermüller und Tobi Strauss. (Foto: Said Burg)
Die ausgleichende Gerechtigkeit schlug spätestens zwei Kübel und wenige Stunden später zu. Der Wunsch nach Schlaf war allgegenwärtig und auch wenn der GuitarHero-Contest am Freitagabend einiges an Spaß versprach, war man nach drei Liedern friedlich auf dem Bartisch eingeschlafen. Ausgezahlt hat sich das frühe Nickerchen letztendlich nicht. Gegen 3 Uhr morgens wurde man erst von den Zimmergenossen aufgeweckt, um kurz darauf wieder in den Schlaf geschnarcht zu werden. Erholt sieht anders aus.
Jonas Michilot steht auf Frieden... und auf einen 50er Stance. (Foto: Said Burg)
Klar sah man am Samstagmorgen dementsprechend zerknautscht aus. Auch mit dem Frühstück hätte man ruhig noch ein paar Stunden warten können. Stattdessen saßen alle bereits um 10 Uhr wieder in der Gondel rauf zum Crap. Ob es an den Wolken oder am eigenen schummrigen Blick lag, sowohl die Sicht, als auch das eigene Wohlbefinden war zum Kotzen. Doch das alles hielt niemanden auf, um sich trotz Schneefall und Graupel auf den Airblaster/Pleasure Tweak-Off-Contest und das Death-Race vorzubereiten. Dabei ging es beim Tweak-Off-Contest (schwer zu erraten) um meist im niedrigeren Drehbereich angesiedelte Tricks. Keine Punkte, kein Geld, dafür ordentlich Preise von Airblaster für einen guten Trick. Wie viele Bindungen letztendlich nach dem Tweak-Off das Zeitliche segneten, kann nur vermutet werden. Bei wem die Bindung und Bänder noch heil blieben, sattelte sein Brett am späten Nachmittag zum Racer um. Das Rennen aller Rennen stand an und sollte dieses Jahr, dank entsprechender Schneelage ab der Mittelstation, noch mehr Gefahr, Spannung und Emotionen hervorrufen als jemals zuvor. Sogar Christoph Weber-Thoresen und René Schnöller standen im Start-Gate am Plaun für das Death-Race bereit. Obwohl es die ersten Meter wirklich eng zuging und man sich als Redakteur anfangs noch in Führung sah, spielten sich noch vor der ersten Abzweigung unschöne Szenen im Fahrerfeld ab - alles war erlaubt. André Kuhlmann und Christoph Weber-Thoresen konnten sich jedoch durchsetzen und schließlich einen respektablen Vorsprung ins Ziel retten.
Death-Race: nach dem Calanda weiß man, warum das so heißt. Vlnr: Christoph Weber-Thoresen, Benny Deeg, Luca Hitz und Andre Kuhlmann. Die Herren dazwischen hat man an der Mittelstation gefunden. (Foto: Michi Lehmann)
Jonas Michilot hat das Death-Race zwar ausgelassen, aber trotzdem getrunken. (Foto: Michi Lehmann)
Natürlich war das nicht alles. Gewonnen hatte man nämlich erst, sobald auch noch die 0,5er Dose Calanda unten war. Herr Kuhlmann nutzte hier das Training der vergangenen Abende und entschied so das Death-Race 2009 zu seinen Gunsten. Gratulation!
Der Bild-Titel "SaidBennyKuschel" sollte einem zu Denken geben. Unzertrennlich Teil 2: Benny Wetscher und Said Burg. (Foto: iPhone)
Trotz Hangover, das Gepäck wollte verladen und das Frühstück verdrückt werden, um die Heimfahrt antreten zu können. Das Wetter zeigte sich am Sonntag wieder von seiner schöneren Seite und lockte somit den einen oder anderen noch mal rauf zum Crap, bevor es zurück in die Heimat ging. Für was man sich auch entschied, es war die richtige Entscheidung. Oben ging es darum, den letzten Schnee auszunutzen, im Auto darum, sich nicht zu übergeben. Im Nachhinein kann man auf eine erfolgreiche und entspannte Pleasure Spring Session zurück blicken. Ein unglaublicher Park, der auch noch am letzten Tag Überraschungen bot, super Stimmung unter den Leuten und jede Menge Zeit, sich von einer phänomenalen Saison zu verabschieden. See you next year!
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