Snowboard Mag Contact Info Newsletter

Mini Karpf - Interview

von Christian "Over the Top" Bach, 18. Nov 2001

Bewertung: 7.1     Deine Bewertung
Seite wählen
Seite 2 von 6

Wer nennt dich eigentlich noch Nikolaus?
Du manchmal.

Und sonst niemand?
Nee, Nikolaus sagen nicht viele. In der Schule haben mich die Lehrer manchmal "Nicki" genannt. Aber wohl eher, weil sie wussten, dass es da einen Spitznamen gab, den sie sich aber nicht merken konnten.

Auch deine Eltern und Verwandschaft sagen geschlossen Mini?
Die sagen alle Mini. Nikolaus hör ich höchstens mal auf Passämtern, oder es steht in Formularen. Auch bei Contestanmeldungen oder in diesem Interview steht immer Mini.

Was steht in deinem Burton-Vertrag?
Nikolaus.

Erzähl mal was von zu Hause! Wie viele Geschwister hast du?
Zwei. Einen großen Bruder, der heißt Maxi, ist 24, wohnt in Passau und studiert dort BWL. Und ich habe einen kleinen Bruder. Der ist jetzt 17, heißt Nino und geht noch zur Schule.

Und du wohnst bei deinem Vater?
Ja, zusammen mit meinem kleinen Bruder Nino. Wir haben einen Männerhaushalt. Da wird man früh selbstständig. Meine Mama wohnt zehn Minuten entfernt mit dem Auto.

Hast du viel mit Nino zu tun?
Was gemeinsame Interessen angeht nicht. Er ist der absolute Computerprofi und interessiert sich für Musik...

... du doch auch, wie du eben im Auto anhand deiner Torch Credibility eindrucksvoll bewiesen hast.
Dann treffen wir uns da wahrscheinlich. Ansonsten ergänzen wir uns einfach gut. Nino hilft mir bei den Computer- und Technikgeschichten und ich helf ihm beim Snowboarden, mit Material und so was.

Unternehmt ihr ab und zu auch mal was zusammen? Am Wochenende zum Beispiel?
Eigentlich eher selten. Ich bin eh nicht so der absolute Wochenend-Ausgeher, der zwischen zehntausend Leuten steht und Spaß daran hat, irgendwo `ne stupide Party zu feiern. Ich mags lieber, wenn sich abends was ergibt, bei Freunden zu Hause in netter Runde, zu einem guten Anlass wie einem Konzert mit Party danach, oder bei einem Contest, wenn es ein gutes Ergebnis zu feiern gibt. Ich gehe aus wenn ich Lust drauf habe. Wenn Deutschland zum Beispiel 14:0 gegen Österreich gewonnen hat, bleibe ich sicher nicht zu Hause.

Aber du hast nicht grundsätzlich ein Problem damit, dich unter Menschen aufzuhalten?
Nee, das gar nicht. Ich kann mich einfach nicht mit diesem Rhythmus identifizieren, den viele Leute haben: Unter der Woche wird gearbeitet und am Wochenende dann auf jeden Fall Party machen. Das kann auch damit zusammenhängen, dass ich keinen Alkohol trinke. Da kann ich mir die Party nicht schön saufen, wenn sie langweilt.

Wieso trinkst du keinen Alkohol?
Ich habe mir zusammen mit einem Freund mit vierzehn Jahren vorgenommen nie Alkohol zu trinken und nicht zu rauchen bis wir sechzehn sind.

Vorherige Seite Nächste Seite