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Burton European Open 2006

von Michi Lehmann, 15. Jan 2006

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Day 08 - Pipe Finals

Das geht ja wohl überhaupt nicht! Final Day und Last Day der Burton European Open 2006, und dann so ein beschissenes Wetter, oder wie 50 Cent sagen würde "Fuck off your fucking fog."
Das Erste, was wir heute Morgen von unserer Fahrt im Sessellift aus sehen konnten, war nichts. Nicht einmal die Umrisse, der 140 Meter lange Superpipe. Nur Speaker Chris Bachmann war zu hören, was die logische Schlussfolgerung mit sich führte, dass die Mädels bereits dabei waren, ihr Halbfinale zu bestreiten.
Schwieriger Job für die Judges am unteren Ende der Pipe, denn durch den Nebel war wirklich nicht viel zu erkennen. Einen kleinen Lichtblick brachten dann die Kameramänner, sie sendeten Bilder aus der Pipe auf eine große Videoleinwand, dadurch konnte man das Frauen-Halbfinale wenigstens ein bisschen nachvollziehen. Auch das Austauschen der Googlegläser brachte keine erkennbare Besserung, so wurde das Semi-Final der Frauen mit kurzen Unterbrechungen recht schnell über die Bühne gebracht.
Zum Glück erinnerte sich die Wetterfee, dass sie auf Snowboarder steht und samstags nichts zu tun hat, und lichtete den Nebel während den Trainingsläufen für das Finale.

Foto: Fischi

Um 12 Uhr droppte dann die erste Fahrerin in die Pipe und eröffnete das Finale.
Cheryl Maas hatte eine sehr gute Woche mit konstanter Leistung hinter sich, sie versuchte gleich in ihrem ersten Lauf einen Hakonflip, konnte den Trick aber leider nicht stehen. Trotzdem gab sie nicht auf, und versuchte den Trick ein weiteres Mal. Im dritten Run wurde Cheryls Mut und Ausdauer dann belohnt, und sie stickte ihren Trick sauber in die Transition.
Für das Higlight im Frauen-Finale sorgte aber Doriane Vidal aus Frankreich, sie machte den ersten Frontside 900 ihrer Karriere und landete damit verdient auf Platz 1. Manuela Pesko aus der Schweiz belegte mit 502 Punkten den zweiten Platz.

Foto: Fischi

Der Spanier Iker Fernandez machte den Anfang bei den Herren und fuhr einen guten ersten Run. Italiens Olympiahoffnung Giacomo Kratter, der entweder den Keller voll mit Red Bull Dosen gefüllt oder einen verdammt guten Draht nach oben hat, zeigte in all seinen Läufen 1080ies, die er weit über dem Coping ausführte. Auch SBJam-Winner und Air&Style-Vize Mathieu Crepel zauberte unglaublich stylische 1080ies und wurde im ersten Run mit 520 Punkten belohnt.

Foto: Fischi

Der größte Fahrer unter den Teilnehmern, Vinzenz Lüps, der auch für Deutschland nach Turin fährt, bewies in allen drei Runs konstante Leistung und stickte extrem hohe Mc Twists, für die er am Ende mit Platz drei belohnt wurde. Rock on Vinzi!
Man of the Match wurde heute wieder einmal ein Finne, Risto Mattila zeigte die heftigsten Back-to-Back-1080-Kombos von allen Ridern und belegte vor Crepel den ersten Platz. Mit seinem zweiten Platz bei den BEOs hat Mathieu Crepel, David Benedek vom ersten Rang der TTR-Rangliste vertrieben und führt diese nun erfolgreich an.
Der Publikumspreis des heutigen Tages geht an Kamikaze-Japaner Yuya Nakayama, er schlug bei jedem Run aus unglaublicher Höhe hart auf das Coping und fuhr trotzdem immer wieder fröhlich-winkend aus der Pipe. Probs für Japan!

Foto: Fischi

Tja und das wars dann auch schon wieder, das waren die Burton European Open 2006 in Laax. Eine Woche Weltklasse-Snowboarden auf höchstem Level neigt sich langsam dem Ende zu.
In diesem Jahr eroberten die Skandinavier die BEOs quasi im Alleingang, und für den würdigen Abschluss dieser übermächtigen Ära sorgen heute Abend die 4 Schweden von Mando Diao.

Am Ende zitieren wir noch schön Karl Moik und sagen Servus, Ade und Auf Wiedersehen aus Laax, wir sehen uns auf der Ispo.

Foto: Fischi
Foto: Fischi

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