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Silvester Deluxe: Die O'Neill SB-Jam in Davos

von Christian Helten, 12. Jan 2005

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Ein Frohes Neues braucht man Andy Finch fast nicht zu wünschen. Denn was gibt es besseres, als das neue Jahr mit einem Sieg zu beginnen? Pünktlich um 12 wurde Andy Finch zum "Ruler of the Night" der ONeill SB Jam in Davos gekürt. Und das zu Recht, denn er hatte richtig Gas gegeben. Man sah an seiner Vorstellung, wie viel Spaß ihm der Park mit seinen diversen möglichen Lines machte. Zusätzlich vom sichtlich gut gelaunten Publikum angespornt zog er hohe Airs und massive BS 9er über das Gap in der Pipe. Auch seine Backflips über die Rails am Ende des Parks, auf denen so manch anderem schon bei einem Slide der Speed ausging, sprachen für sich. Nicolas Müller belegte zurecht den zweiten Platz im Hauptevent, gefolgt von Risto Mattila und Gian Simmen, die auch die beiden Tickets für die Arctic Challenge mit nach Hause nahmen, da sowohl Andy Finch als auch Nicolas Müller bereits qualifiziert waren. Risto Mattila räumte zusätzlich noch den "Ruler of the Kicker"-Titel ab.

Sobald die Snowboardaction beendet war und die Kirchenglocken das neue Jahr eingeläutet hatten, wurde Davos von einem Feuerwerk erhellt, um kurz darauf in den Partyrausch zu verfallen. Dementsprechend müde und zerzaust waren die Gesichter am darauffolgenden Morgen.

Am Nachmittag des 31. hatten bereits die Style- und die Highest Air Sessions stattgefunden. Erstere wurde in der Pipe eindeutig von Nicolas Müller dominiert, der zum Schluss auch zurecht den Titel des Ruler of the Pipe zugesprochen bekam. Eirik Haugo konnte am Kicker mit smoothen BS Rodeo Indies sowie FS 7ern überzeugen, und den höchsten Air zwirbelte Elijah Teter aus der Pipe. Seine 3000$ Preisgeld spendete er umgehend den Opfern der Flutwelle in Asien. Bereits vor Beginn des Contests hatten alle Fahrer erklärt, dass 30% des Preisgelds an Hilfsorganisationen gehen sollte. Zusätzlich wurde eine Schweigeminute für die Opfer eingelegt.

Neben bereits genannten Akteuren fielen besonders Stefan Gimpl und Xaver Hoffmann positiv auf. Der kleine Österreicher flog regelmäßig drei Meter weiter über den Kicker als seine Konkurrenz, und für den Pipeexperten aus Garmisch scheinen 1260er mittlerweile zu den Weck-mich-aus-dem-Tiefschlaf-nach-dem-üb elsten-Rausch-und-ich-steh-ihn-dir-trotz dem-noch-sicher-Tricks zu gehören.

Die SB-Jam war, auch wenn sie nichts umwerfend Neues brachte, wieder mal ein Erfolg und wir dürfen auf die nächste Ausgabe gespannt sein. Aber bis dahin bleibt ja noch ein ganzes Jahr Zeit.

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